MKG-Mohasseb
Bredenscheider Straße 54
45525 Hattingen
fon: (+49) 02324 - 50 26 555
mail: info@mohasseb.de

 Zahnextraktion

Zähne sind wertvolle Werkzeuge, die gut gepflegt und möglichst lange erhalten werden sollten. Leider führt manchmal kein Weg an einer Zahnextraktion – dem Ziehen eines Zahns – vorbei. Am häufigsten ist eine Zahnextraktion bei fortgeschrittenen Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis angezeigt. Aber auch Verletzungen des Zahns oder Platzmangel, insbesondere bei Weisheitszähnen, können eine Entfernung notwendig machen.

Vor der OP

Vor der Zahnextraktion ist eine gründliche Untersuchung inklusive einer aktuellen Röntgenaufnahme notwendig. Nur so kann die Beschaffenheit des zu entfernenden Zahns und seiner Umgebung richtig erfasst und die dazu passende Methode zur Entfernung gewählt werden. Insbesondere wird dabei sicher ausgeschlossen, ob alternative Methoden (per Zange oder Hebel) für die Entfernung des Zahns nicht ausreichen.

Operationsmethode

Sind Zähne unterhalb des Knochenniveaus abgebrochen oder aufgrund ihrer Lage im Kiefer schlecht zu erreichen (vor allem Weisheitszähne), hilft die operative Zahnextraktion. Dabei wird das den Zahn umgebende Zahnfleisch aufgeschnitten und der Knochen soweit abgetragen, dass die Zahnwurzel erreicht und entfernt werden kann. Nach gründlicher Säuberung des Zahnfaches wird das Weichgewebe wieder zurückgeklappt und vernäht.

Mögliche Risiken

Bei einer Zahnextraktion kann es auch bei sorgfältigem Vorgehen zu unvorhersehbaren Blutungen im Bereich der Wunde kommen. Solche Blutungen können aber in der Regel mit Hilfe von Schwämmen oder Aufbisstupfern rasch gestillt werden. Zu den seltenen Komplikationen zählen Einbrüche in die Kieferhöhle, Kieferbrüche oder Beschädigungen der Nachbarzähne. Bei der Entfernung der Weisheitszähne kann es in sehr seltenen Fällen zu anhaltenden Empfindungs- oder Geschmacksstörungen kommen. Allen Risiken kann durch eine gründliche Vorbereitung und Durchführung der OP weitgehend vorgebeugt werden. Auf kleinere Komplikationen kann in der Regel direkt reagiert werden.

Nach der OP

Wie bei anderen kiefer- und zahnchirurgischen Eingriffen darf nach der Operation nicht gegessen werden, bis die örtliche Betäubung abgeklungen ist. Mindestens während der ersten 24 Stunden sollte auf Kaffee, Schwarztee und Rauchen verzichtet werden, um die Wundheilung nicht zu stören. Schmerzen und Schwierigkeiten bei der Öffnung des Mundes sind typische Beschwerden nach einer Zahnextraktion und klingen üblicherweise nach wenigen Tagen wieder ab. Kühlung beugt Schwellungen und Blutergüssen vor, gründliche Mundhygiene ist unerlässlich. Nach etwa zehn Tagen können die Fäden entfernt werden.

Die Fakten im Überblick*

OP-Dauer: 30 - 60 Minuten
Anästhesie: örtliche Betäubung, bei Bedarf (insbesondere bei Angstpatienten) auch Vollnarkose
Klinikaufenthalt: nicht notwendig
Sport: nach 7 - 10 Tagen
gesellschaftsfähig: nach 1 - 2 Tagen

 *je nach Befund

38.0009